| Kurventraining beim ADAC |
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aus bma 6/12 von Marcus Lacroix
Die Anlage in Bremen ist nicht besonders groß, speziell wenn man die weitläufige ADAC-Anlage in Lüneburg kennt. Geschätzte 200 Meter lang, maximal wohl knappe 100 Meter breit. „Ob wir genug Sprit hätten”, frage Klaus, denn „so 50 bis 80 Kilometer würden wohl zusammenkommen”. „Ja klar Klaus, aber sicher nicht auf dem Micky Maus-Kurs” der da mit Pylonen auf dem Gelände abgesteckt ist. Eine dreiviertel Kreisbahn, ein paar Schikanen, ein Slalom und eine „Hundekurve”, praktisch keine Geraden.
Die Turns sind etwa 15 Minuten lang, die einen fahren, die anderen beobachten und suchen nach deren Fehlern bzw. besprechen mit Klaus die eigene „Sitzung”. Während dieser Pausen stehen Getränke bereit, denen auch fleißig zugesprochen wurde - konzentriertes und schräges Motorradfahren ist anstrengender als man glauben mag. Nun fragt sich manch Leser sicherlich, was das denn bringen soll, wenn man Runde um Runde auf diesem kleinen Platz abspult, schließlich kann man den Sprit doch auch genüsslich und weniger angestrengt auf der Landstraße verfeuern. Gerade in der stetigen Wiederholung unter immer gleichen Bedingungen liegt aber der Vorteil des Kurventrainings. Während auf der Landstraße keine Kurve der anderen gleicht und man sich so immer aufs Neue den Gegebenheiten anpassen muss, kann man auf dem Übungsplatz sich selbst und seine Maschine sehr gut beobachten. Was mit der Kontrolle der Sitzhaltung anfängt, die bei den meisten zwischen „nasser Sack” und „Stock im Arsch” schwankte, hört bei der Blickführung noch längst nicht auf. Wie setze ich die Füße auf die Rasten, wie halte ich die Arme? Macht „hanging off” Sinn oder mache ich mich damit eher zum Gespött? Welche Vorteile bringt das Drücken, welche das Legen, wo und wie setze ich was am besten ein?
Entsprechend zufriedene Gesichter gibt es dann bei der Abschlussbesprechung. Jeder Einzelne bestätigte, dass ihm das Training etwas gebracht hat. Natürlich ist allen klar, dass man jetzt nicht rastenschleifend über die Landstraßen brettert - das war ja auch nicht der Sinn des Trainings. Gewachsen ist aber das Gefühl fürs eigene Motorrad und die Körperhaltung. Und das Bewusstsein, dass man sich selbst ständig Hinterfragen muss.
Vergesst nicht, euch bei eurer Berufsgenossenschaft nach einem Zuschuss zum Training bzw. die Kostenübernahme zu erkundigen. Aber auch so reißt das 4-stündige Kurventraining mit 46 Euro (bzw. 39 Euro für ADAC-Mitglieder) nicht gerade ein Loch ins Portemonnaie. Infos zu Terminen und anderen ADAC-Trainings findet ihr online unter www.fahrsicherheitstraining-weser-ems.de, telefonische Auskünfte gibts unter 0421/4994-117. Ach ja, der Tacho meiner Maschine zeigte nach den vier Stunden übrigens über 70 Kilometer mehr an - Klaus hatte uns doch nicht veräppelt. --- {dybanners}14,,,{/dybanners} {dybanners}15,,,{/dybanners}
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