| Hamburger Stadparkrennen 2004 |
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aus bma 10/04
Dabei war das Gespann von Norbert Grondorf schon eher eine Ausnahme, da diese Klasse vorwiegend von BMWs bestimmt wurde. Doch dessen gut 70 PS leistender Kneeler, Baujahr 1968, mit einem Rahmen von Terry Windle und einem BSA-Motor konnte sich gut in Szene setzen. Immerhin beschleunigt das Gespann auf bis zu 200 km/h, die laut dem Eigner, der es nun schon 15 Jahre besitzt, auf der langen Geraden fast möglich waren. Und nur ein wenig weiter lehnte ein Dresda Triton 500 Speed Twin, Baujahr 1962, auf seinem Ständer. Diese Kombination aus Triumph-Motor und Norton-Fahrwerk wurde von Dieter Wosnitza eingesetzt. Doch nicht nur ihm diente diese Maschine für schnelle Runden, denn schon David Deegens ging mit ihr auf Pokaljagd bei 24-Stundenrennen. Dicht daneben konnte man die Aermacchi Harley-Davidson von Botho Knipp bewundern. Harley hatte Aermacchi in finanzschwachen Zeiten unterstützt, weshalb dieser Name auf dem kleinen 350er Einzylinder prangte. Und die 38 PS bei 7000 U/min ließen Maschine samt Fahrer auch hier mit gut 160 km/h auf die Spitzkehre des Kurses zuschießen. Die Rennen selbst wurden in verschiedene Klassen eingeteilt, welche sich nach dem Baujahr der Fahrzeuge richteten. Deshalb konnte man auf der Strecke Brough Superior gegen Zündapp KS 600, Horex Regina gegen Maserati Tipo 125 und MV Agusta Sport gegen Münch RS 59 fahren sehen. Manch ein Fahrer nutzte die Gelegenheit, den Kurs nicht nur während der ausgeschriebenen Gleichmäßigkeitsprüfung mit vorgegebener Geschwindigkeit zu umrunden und um einen der Pokale zu fahren, sondern trat auch außerhalb der Wertung in den Demonstrationsläufen an, in denen die Motorräder vorgeführt werden sollten. Jedoch ließen es sich die meisten Piloten nicht nehmen, ihre Maschine beherzt sportlich um die Strecke zu jagen, und wenn man die Köpfe der Schmiermaxe in den Beiwagen der Gespanne nur haarscharf an den Strohballen vorbeifliegen sah, dann hatte einen die Rennstimmung vollends gepackt. Also, wer auch einmal Rennatmosphäre mit klassischen Fahrzeugen hautnah erleben möchte, der sollte sich vielleicht den Termin für nächstes Jahr, den 10. und 11. September 2005, vormerken. Denn die sehens- und hörenswerten Maschinen sollte man sich nicht entgehen lassen. ---
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