| Sitzbank-Umbau von BD |
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aus bma 02/02
Manchmal sind wir Konsumenten schon seltsam - kaufen uns den schnellsten Computer, sparen dafür am Monitor, kaufen die geilste HiFi-Anlage aber Boxen aus dem Sonderangebot oder - und da sind wir am Punkt - das schärfste Reiteisen und nehmen in Kauf, dass uns nach 150 Kilometern am Stück der Arsch brennt und noch am nächsten Tag rot glimmt. Da fragt man sich doch - muss das wirklich sein?! Unsere redaktionseigene Yamaha FZS 600 Fazer ist dem Leser ja schon des öfteren in diesem Blatt begegnet. Die Kleine ist ein wirklich feines Motorrad und macht in fast allen Lebenslagen riesig Spaß. Die Sitzbank allerdings - und da herrscht im Hause Einigkeit - ist auf längeren Touren ein Folterinstrument. Abhilfe versprach uns Klaus Reisslandt von der Firma BD-Deutschland. Er lässt Serien-Sitzbänke bei einem Spezialisten in Frankreich ändern und pries die Umbauten in den höchsten Tönen. Natürlich weckte das unsere Neugier und so überließen wir ihm nicht nur die Folterbank der 600er Fazer, an der man nichts verschlechtern kann, sondern auch die Sitzbank einer BMW K 75 RT, die als Reisemaschine ja von Haus aus schon nicht den schlechtesten Komfort bietet. Bevor man seine alte Sitzbank in die Hände von Klaus Reisslandt übergeben kann, ist zunächst etwas Kreativität gefragt, denn die Ände- rungs- möglichkeiten sind unglaublich vielfältig. Grundsätzlich ist alles (!) möglich, jede Form, Farbe und Material, doch wird die Entscheidungsfindung ein wenig durch die Vorschläge im BD-Prospekt erleichtert. So muss sich der Kunde „nur” noch zwischen drei Sitzbank-Grundformen und 48 Farbmustern entscheiden. Außerdem fallen Entscheidungen für oder gegen einen gestickten Schriftzug, farbige Borden und Nähte, die Schaumstoffhärte und Form, die Gel-Option sowie eine optionale Mini-Rückenlehne. Alles wird in ein Auftragsformular eingetragen und bei offenen Fragen steht Klaus Reisslandt sehr hilfreich zur Seite. Nach zwei bis drei Wochen, die sich gegen Aufpreis und Expressversand etwas verkürzen lassen, kommt die Sitzbank per Nachnahmesendung zurück und schon der erste Blick sorgt für ein anerkennendes Nicken. Einwandfrei verarbeitet strahlt die alte Bank in neuen Farben und Formen.
Für die Fazer orderten wir eine Bank im „GTR-Stil”. Hauptaugenmerk war die optische Veredelung der Maschine und die Sitzkomfort-Verbesserung vor allem für den Fahrer. Nubuk-Ledereinsätze im Kunstleder sorgen für noch mehr Exklusivität. Für die BMW-Bank wählten wir den „Grand Komfort-Stil”. Sie sollte vor allem für Fahrer und Beifahrer auch auf sehr langen Strecken mehr Komfort und Halt bieten und sich als dezenter Hingucker in die Maschine einfügen. Beide Sitzbänke wurden mit Gelpolstern ausgestattet, die sich dem Allerwertesten anpassen, die BMW-Bank zusätzlich auf das vorher ermittelte Fahrer- und Beifahrergewicht abgestimmt und mit der Mini-Rückenlehne versehen. Sonderwünsche haben natürlich ihren Preis und so werden für die Fazer-Sitzbank in entsprechender Ausführung rund 455 EUR, für die BMW-Bank 505 EUR fällig. Sicher eine Menge Holz, doch gemessen an der gebotenen Verbesserung, die wir bei beiden Maschinen erfuhren, im wahrsten Sinne des Wortes preiswert. Was der erste optische Eindruck versprach, unterstrich der Praxistest eindrucksvoll: Motorradfahren macht doppelt Spaß, wenn man ordentlich sitzt. Und um die Eingangsfrage zu beantworten: brennende Ärsche müssen wirklich nicht sein - egal ob auf einem Cruiser, Supersportler oder einem Reisedampfer. Uns konnten die BD-Sitzbänke voll überzeugen und sind wirklich eine Empfehlung wert! Für die Honda-Modelle Africa Twin und CBR 900 sowie die Suzuki Bandit sind sogar Komplett-Sitzbänke erhältlich. Wer noch vor der nächsten Saison seine Sitzbank modifizieren lassen möchte, sollte sich schnell mit Klaus Reisslandt in Verbindung setzen und Infomaterial anfordern: E-Mail:
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, Telefon 02161/ 12787 oder 0172/9823208, Fax 02161/177239, web: www.bd-deutschland.de oder alt hergebracht per Post: Eickener Str. 211-221, 41063 Mönchengladbach. ---
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