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Produktvorstellungen Bekleidung Schuberth Klapphelme: Concept vs. C2
Schuberth Klapphelme: Concept vs. C2 Drucken E-Mail

aus bma 09/04

von Marcus Lacroix

Concept vs. C2
Familienähnlichkeit (links: Concept)

Concept vs. C2
Geräuschdämmung von unten (rechts: C2)

Concept vs. C2
Sonnenblende + Kontrollstifte am C2

Auf den ersten Blick ähneln sie sich stark, die Schuberth Klapphelme Concept und C2, doch der Blick aufs Preisschild macht klar: sie treten in zwei Klassen an. Ist der Concept laut UVP bereits für 339 Euro erhältlich, legt man für den C2 mindestens (je nach Farbe) 60 Euro drauf. Bietet der C2 für den Mehrpreis aber auch einen Mehrwert?

Der Schuberth Concept, den wir schon in der bma-Ausgabe 5/99 ausführlich vorstellten, leistet sich keine gravierenden Schwächen. Lediglich die Geräuschentwicklung ist ziemlich hoch und es empfiehlt sich auf Langstreckenfahrten das Tragen von Ohrenstöpseln. Als Helm für jeden Tag haben wir ihn trotzdem immer gerne getragen. Im direkten Vergleich mit dem C2 sieht der mehrfach ausgezeichnete Concept jedoch nicht mehr so gut aus.

Die äußerlich fast identische Helmschale besteht beim C2 aus der bereits beim S1 eingesetzten S.T.R.O.N.G-Fibre, eine glasfaserverstärkte Spezial-Duroplast-Matrix. Es handelt sich dabei um eine von Schuberth neu entwickelte Helmschalentechnologie, von der der Fahrer im Alltag allerdings nichts spürt. Das Gewicht ist bei beiden Helmen recht hoch. 1758 gr. wiegt der Concept , 1778 gr. der C2 (beide in Gr. 56/57) - die Klapptechnik fordert ihren Tribut. Der Tragekomfort des neuen Schuberth-Klapphelmflaggschiffs ist ausgesprochen hoch, wie schon die erst Anprobe deutlich macht. Die Innenausstattung mit Coolmax-Futter fühlt sich einfach besser an, als das herkömmliche (auch nicht unbequeme) Futter des Concept. Im Fahrbetrieb ist der C2 deutlich leiser und die Kopfbelüftung funktioniert dank großer Luftleitkanäle besser. Für den Winterbetrieb läßt sich die Lüftung anpassen. Der Concept punktet bei der Kinnbelüftung, die sich innerhalb des Helms noch umstellen läßt. Sonnenblende und Einhandbedienung sind bei beiden Helme obligatorisch. Der C2 verfügt außerdem über eine Verschluß-Kontrolle über mechanische Indikatoren. Zugunsten des Gewichts hätte man auf dieses Gimmick allerdings verzichten können, denn auch wenn es unmodern ist sollte man vom Kunden etwas Eigenverantwortung erwarten können.

Fazit: Trotz Mehrpreis geben wir dem C2 ganz klar den Vorzug. Laßt Euch vor einem Kauf im Fachhandel beraten und fahrt die Helme vor einer Kaufentscheidung zur Probe. Je nach Kopfform, -haltung und Bike können Eure Eindrücke (wie bei allen Helmen) u.U. nämlich von unseren abweichen.

Dies gilt vor allem für Brillenträger, denn egal ob Glas- oder Kunststoffgläser und unabhängig vom Gestell: der Helm muss natürlich gut und fest sitzen. Dies gilt allerdings sowohl beim Concept als auch beim C2 und selbstverständlich für jeden anderen Motorradhelm, der im Handel erhältlich ist. Deshalb sollten Brillenträger bei der Wahl ihres Helms noch besser darauf achtgeben, ob der jeweilige Helm trotz Brille fest und angenehm sitzt und die Brille bei der Anprobe immer dabei haben (gilt auch für Sonnenbrillen, wenn man die gerne trägt). Bequem sollte natürlich auch die übrige Bekleidung sein - in unserem Archiv findet Ihr weitere Artikel zum Thema...

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