| Suzuki VX 800 |
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aus bma 8/10 - Lesererfahrung von Ingo Schmökel
Vorletztes Jahr kam es dann wie aus heiterem Himmel. Dieses Blubbern, diese gedrungene, „komprimierte“ Optik, wow! Ich hatte zum ersten Mal eine Buell gesehen! 2008 ging dem Ende zu. Einige Buells hatte ich gesehen, allerdings überstiegen selbst die Gebrauchtpreise die von mir selbst gesetzte Budgetgrenze. Schließlich sollte es nur „just for fun“ für – womöglich nur – zehnmal im Jahr sein. Damit meine neu erwachte Leidenschaft nicht zu sehr abkühlen konnte, bekam ich von guten Freunden zum Geburtstag einen Gutschein „die erste Ausfahrt 2009“ geschenkt. Es war auf einer geliehenen Virago. Manche sagen: „Typisches Frauenmotorrad”, ich sage: Da hat alles gepasst und es ist ein Motorrad, dass vieles verzeiht. Aus monetären Gründen hatte ich mich von der Buell gedanklich ja schon verabschiedet – motormäßig sollte es jetzt aber auf jeden Fall immer noch ein längs eingebauter V2-Motor sein. Nachdem ich über die Website www.vx800.de die nette und sehr hilfsbereite Community der Suzuki VX800-Fahrer kennengelernt hatte, stand mein Wunschmotorrad fest: Eine Suzuki VX 800 sollte es nun sein. Sehr viele davon gab’s nicht, die bei mir in der Nähe zum Verkauf standen. Aber ich wollte ja auch nur eine ;-)
Über die Community auf www.VX800.de hatte ich Leute kennengelernt, mit denen ich an die Nordsee und zum Steinhuder Meer gefahren bin. Zusätzlich gab es viele kleinere Touren mit meinem Freund. Ein Plattfuß sorgte dann noch für den eh schon anvisierten Reifenwechsel. Die alten Metzeler runter und neue Bridgestone BT45 rauf. Die originale, zu weich ansprechende Gabel wurde mittels progressiver Wirth-Gabelfedern straffer abgestimmt. Hinten wurden bessere Hagon-Federbeine verwendet. Das letzte Stück des - doch sehr langen - hinteren Schutzblechs wurde entfernt und der Rückstrahler nach oben versetzt. Die letzte Fahrt in dem Jahr gab es am 15. Dezember und auf der Uhr standen 2.500 km mehr.
Ein weiteres Plus der VX ist der Motor. Viel Kraft von unten heraus und ein nutzbares Drehzahlband, dass fast an einen Pkw erinnert. Einmal im dritten Gang, braucht man innerorts außer Gasgeben und Bremsen eigentlich nichts mehr zu machen. Und das alles geht mit einem sonoren Blubbern vonstatten. Die reine Freude für Bikerohren ist es, wenn man in einem höheren Gang aus sehr niedrigem Drehzahlbereich heraus beschleunigt. Mit einem „patschenden“, tiefen Blubbern stampfen die 60 PS dann vorwärts! Diese Leistungsentfaltung kommt mir sehr entgegen. Ich kann (um erstmal wieder warm zu werden) die erste Zeit ganz gemütlich über die Landstraßen blubbern und wenn ich irgendwann meine, dass „es wieder geht“, kann ich mir auch die Arme langziehen lassen. Dieses Jahr geht’s noch zum Sicherheitstraining beim ADAC, das mir meine immer besorgte Frau geschenkt hat. ---
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