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| Peugeot e-vivacity Modell 2011 |
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aus bma 6/11 - Fahrbericht Text: Mathias Thomaschek (www.zweirad-online.de)
In St. Tropez konnten wir bereits die ersten Fahrzeuge testen – und waren vor allem angesichts der absolut simplen Technik positiv erschüttert. Denn an dem äußerlich völlig normalen Roller fehlt so ziemlich alles. Kein Geräusch, kein Geruch, keine Vibrationen. Und richtig interessant wird es unterm Plastik: Alle Nebenaggregate vom Luftfilter bis zur Ölwanne – nicht vorhanden; es gibt weder einen Auspuff, noch eine Kupplung, keinen Kickstarter, also fast nichts.
Der ab Juni lieferbare E-Roller verfügt über vier Fahrmodi: Mit 2 km/h geht es ausschließlich rückwärts, was aber angesichts von 115 Kilo Lebendgewicht niemand wirklich braucht. Dann hätten wir noch zulassungsfreie 6 km/h im herrlich bunten Display, deren Sinn einem ebenfalls verborgen bleibt. Die beiden anderen wählbaren Fahrmodi mit 25 und 45 km/h sind dagegen praxisorientiert. Wie ein 50er oder als Mofa wird hier die Geschwindigkeit elektronisch begrenzt. Und das bunte Mausekino im Cockpit zeigt natürlich nicht nur Batterieladezustand und Restreichweite, sondern auch Temperatur und mancherlei andere mehr oder weniger nützliche Sachen an.
Ein kompaktes Ladegerät ist im Fahrzeug eingebaut, Platz ist ja durch die fehlenden Komponenten ausnahmsweise genug vorhanden. Wer jetzt noch das Spiralkabel unter die Sitzbank packt, kann überall nachladen, wo eine Steckdose vorhanden ist. Dies dauert bei einer Volladung dann zwar noch 5 – 8 Stunden, aber genau hier werden wohl die nächsten großen Entwicklungsschritte folgen. Bei der Präsentation haben die Peugeot-Techniker vorgerechnet, dass der Roller pro 100 Kilometer für gerade einmal 40 Cent Strom verbraucht. Ein Wert, der angesichts der aktuellen Benzinpreise durchaus zum Nachdenken anregt.
Ach so, wie fährt er sich eigentlich, der neue e-vivacity? Ganz normal, sieht man einmal vom fehlenden Geräusch ab. Das irritiert anfänglich beim Ampelstopp, aber man gewöhnt sich schnell daran. Auch ans Hupen, wenn schläfrige Passanten auf die Straße springen, weil kein Geräusch sie warnt. Wem das zu gefährlich ist, der erinnere sich an eine Vorrichtung aus meinen Kindertagen: Ein Eisstiel mit einem Einmachgummi an die Gabel geklemmt, gibt beim Fahren an den Speichen ein nettes Geräusch. Hat früher schon am Fahrrad funktioniert. Was der e-vivacity kosten wird, ist final für Deutschland noch nicht entschieden, weltweit will Peugeot bis 2020 allerdings 40.000 E-Scooter absetzen. ---
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