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| KTM 125 Duke Modell 2011 |
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aus bma 5/11 - Fahrbericht von Marcus Lacroix
Also - los geht’s: Erstmals zeigte KTM die neue Mini-Duke bzw. KTM 125 Duke, wie das Teil offiziell heißt, auf der Intermot 2010 in Köln. Schon da dürfte manch angehendem Jungbiker der Sabber aus den Mundwinkeln gelaufen sein. Wir alten Hasen fanden das Teil natürlich auch ganz schick, auch wenn die Meisten von uns seit Jahren keine 125er mehr bewegt hatten. Nachwuchsförderung ist schließlich immer gut. Anfang April sollte sich das mit dem Bewegen ändern, denn KTM lud die norddeutsche Journalistenschar - von denen altersmäßig wohl fast jeder ein Elternteil der Zielgruppe sein konnte - zur Präsentation der 125 Duke nach Lüneburg auf das Gelände des Fahrsicherheitszentrums des ADAC. Keine Frage, schon das ein gelungener Schachzug, denn die Location bietet vielfältige Testmöglichkeiten von der Serpentinenstrecke bis zur kleinen Rennstrecke samt Schikane. So standen viele kleine Dukes vor dem KTM-Truck und harrten ihrem Schicksal.
Der Image-Punkt stellt bei KTM kein Problem dar - 188 WM-Titel sollten sich vermarkten lassen. Am Rest durfte die junge Entwickler-Crew sich austoben und leistete ganze Arbeit. Heraus kam mit der 125 Duke ein wirklich echtes Motorrad, das selbst alte Hasen nicht als Spielzeug empfinden. Alle Teile wirken richtig dimensioniert schon beim Betrachten der Details kommt Freude auf. Der neu entwickelte Motor fügt sich stimmig in das leichte Stahlrohrchassis, Räder, Bremsen und Fahrwerk flößen Vertrauen ein. Das mit Features vollgestopfte Digitalcockpit ist sicher der „Generation-Information” geschuldet - in der Praxis sind Drehzahlmesser, Schaltblitz und Ganganzeige nicht wirklich wichtig. Den Motor fährt man am liebsten digital: kein Gas / Vollgas. Kühlmitteltemperatur, Kilometerzähler, zwei Tripmaster, Fahrzeit, Uhr, Benzinstand, Verbrauchswerte, Kilometer bis zur nächsten Wartung können ebenfalls abgerufen werden. Hilfreich ist die Klartext-Info, wenn der Seitenständer ausgeklappt ist. Und richtig nett die Begrüßung: „Ready to race” - yeah, let’s kick it! Geckickt wird natürlich nicht, sondern ge-E-startet. Bevor es los geht, zeigt uns der junge KTM-Stuntfahrer Rok Bagoroš aber noch mal, was mit der Mini-Duke wirklich geht (siehe Seite 10) und was für arme Würstchen wir, sorgsam in GoreTex gewickelten Grufties, doch sind - 16 müsste man noch mal sein...
Der kurzhubige Viertaktmotor springt tadellos an, Chokegefummel ist dank Einspritzung heute kein Thema mehr. Vier Ventile werkeln im Zylinderkopf und ausgeatmet wird über eine genial integrierte Auspuffanlage. Auf den ersten Blick sieht man nur einen Chrom-Stummel, der zweite Blick enttarnt den mattschwarzen Topf im Federbeinbereich. Die Motor-Nennleistung von 15 PS liegt bei 10.500 U/min an, das höchste Drehmoment von 12 Nm bei 8.000 U/min. Klingt nach eifriger Schaltarbeit.
Das Auswringen der Mini-Duke macht riesig viel Spaß, denn der Motor geht erstaunlich gut. Frei dreht er bis zum Schaltblitz, wirkt dabei nicht angestrengt oder überfordert. Die sechs Gänge lassen sich leicht und exakt schalten und die Schaltarbeit nervt keineswegs.
Die Bremsanlage, vorne eine 280er Scheibe mit wichtig aussehendem Radialbremssattel, hinten eine 230er Scheibe hat keine Probleme, die leichte Maschine wieder zuverlässig einzufangen. Positiv anzumerken ist dabei vor allem die gut dosierbare Bremskraft. Nicht zu viel, nicht zu wenig und auch ohne ABS sehr gut zu beherrschen. Das „bybre” auf den Sätteln steht übrigens für „by Brembo”, eine Marke die für die Bajaj Auto Ltd entwickelt wurde. Bajaj? MRF-Reifen? Indien? Korrekt - die kleine Duke wird bei Bajaj in Indien gefertigt. Alte Hasen schlucken leicht, aber Globalisierung begegnet uns überall. Bei Bajaj liefen auch schon kleine Kawasaki-Modelle vom Band, außerdem gibt es Triumph aus Thailand, Honda aus Italien, BMW aus Taiwan usw. Da müssen wir wohl mit leben. Dafür steht die KTM 125 Duke für knapp 4.000 Euro im Handel und das ist eine echte Ansage!
Viel interessanter ist heutzutage der Benzinverbrauch und KTM gibt einen Schnitt von mageren 2,6 bis 3,4 Liter je 100 Kilometer an! Das ist eine echte Hausnummer und sie scheint auch zu stimmen. Trotz heftigem Racetrack-Geballer am Präsentationstag blieb der Bordcomputer im 3er-Bereich! Diverses lieferbares Originalzubehör und eine umfangreiche Bekleidungskollektion runden das Markenerlebnis KTM ab.
--- Auf der Seite 10 der bma-Ausgabe Mai 2011 gibt es noch ein paar Fotos vom KTM-Stuntman Rok Bagoros aus Slowenien. Den bma könnt Ihr <hier> herunterladen. ---
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